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Gleich vorneweg:
Costa Rica bietet Ausländern ein zeitlich sich automatisch verlängerndes Aufenthalts-/ Bleiberecht unter Bedingungen.

Anders als in fast allen anderen Staaten, heisst "permanent" hier nicht "permanent" und ist in erster Linie an die Zahlung der Beiträge zur costaricanischen staatlichen Krankenversicherung (CAJA) gebunden.

Diese Kosten können je nach Status des Aufenthaltsrechts recht hoch sein, deshalb ist der Status "Pensionado" (also Pensionär) die günstigste, weil hier die niedrigsten Beiträge zur Krankenkasse abgeführt werden müssen.

Ganz Schlaue "umgehen" ein solches Verfahren, indem sie in die Nachbarländer für einige Tage reisen und dann wieder nach Costa Rica zurückkommen (wollen). Damit erhoffen sie sich erneut ein 90tägiges Aufenthaltsrecht. Wir haben sogar von Leuten gehört, die dies seit mehr als 20 Jahren mach(t)en. Mittlerweile sind aber die Grenzbeamten vernetzt und können so jemand auch die erneute Einreise ins Land verbieten.

In Pandemiezeiten war zudem die Ausreise nicht möglich und die Strafe für den illegalen Aufenthalt kann einen sofortige Abschiebung nach sich ziehen.

SCHRITT 1
In der Praxis bedeutet dies für den "normalen" Ausländer/Einwanderer (auch derjenige, der eine Einheimische heiratet oder gar schwängert) die Einreichung aller notwendigen Papiere bei der MIGRACION, die nach Prüfung eine "CEDULA" (=Aufenthaltserlaubnis ) je nach Status (Rentner, Investor oder dergleichen) vergibt.

Ohne Anwalt ein zeitraubendes bzw. fast unmögliches Unterfangen, da höchst bürokratisch.
Eine Aufenthaltsgenehmigung ergibt sich z.B. auch nach dem Kauf einer Immobilie = Inversionista oder Programme wie z.B. für Freelancer.

SCHRITT 2
Danach kann im 2. Schritt (je nach Aufenthaltsdauer und Status) eine permanente Aufenthaltsgenehmigung beantragt werden, dies z.B. bei Pensionären bereits nach 3 Jahren. Auch hier muss ein neues Verfahren eingeleitet werden (das natürlich auch Kosten nach sich zieht).

TEMPORAL
Grundsätzlich muss man als "Neuling" i.d.R. ( Status: "temporal" bedeutet "auf Zeit") alle paar Jahre, wenn nicht sogar zu Beginn jährlich bei der Immigrationsbehörde oder einer Bank ( die BCR ist zur Zeit für die vereinfachte Verlängerung zuständig ) vorstellig werden und dann auch aktuelle Unterlagen (nach aktueller Gesetzeslage) zur weiteren Verlängerung seiner Aufenthaltsgenehmigung mitbringen. Dies ist relativ problemlos. Dazu muss auch die Zahlung der CAJA und (falls verheiratet) auch der Versicherungsschutz für den Partner aktuell sein. Diese temporäre Aufenthaltserlaubnis kann man natürlich auch wieder verlieren, wenn man den Ablauf "vergisst" oder sich an die Spielregeln nicht hält.
Mit diesem Status kann man selbst (als Angestellter) nicht arbeiten, jedoch z.B. eine Firma besitzen.
Es ist allerdings ratsam, gerade zu Beginn einen dazu spezialisierten Anwalt hinzuzuziehen, der dann alle bürokratischen Formalitäten erledigt.
PERMANENT
Erst der Status "Permanent bzw. Sin Restricciones" bietet ein vergleichsweise hohes "Bleiberecht" und garantiert auch, dass man selbst im Land als Angestellter arbeiten könnte. Ein Antrag auf permanente Aufenthaltsgenehmigung kann wie gesagt i.d.R. bereits nach drei Jahren gestellt werden. Aus eigenenem Erleben ist es allerdings ratsam, dazu einen spezialisierten Anwalt hinzuzuziehen.

UND DANN...?
Die permanente Aufenthaltsgenehmigung i.d.Regel erneuert werden, wenn auch ohne große Formalitäten. Allerdings muß man zum Zeitpunkt der Verlängerung ununterbochen in der staatlichen Krankenversicherung gewesen sein.
ANWALT JA/NEIN ?
Die allermeisten Neuankömmlinge werden schnell feststellen, dass die costa-ricanischen Behörden bürokratisch arbeiten. Trotz klarer gesetzlicher Vorgaben kann die Ausstellung einer Aufenthaltsgenehmigung ihre Zeit dauern.

MEIN RAT
Man sollte sich einen auf die Einwanderungsbehörde spezialisierten Anwalt hinzuziehen. Dieser ist nicht billig, kann aber "Lebensjahre verlängern" und trotz des hohen Honorares unter dem Strich die beste Lösung sein. Wir kennen allerdings auch Menschen, die dies auf eigene Faust erfogreich gemacht haben. Dazu gehört das perfekte Beherrschen der Sprache und Kenntnisse aller Regulatorien.
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