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In Zeiten der nahe 0 Zinspolitk in Europa sind Immobilien noch immer "Betongold". Auch in Costa Rica.

Viele internationaler Firmen zieht es aufgrund besonderer steuerlicher Erleichterungen ins Land und damit verbunden suchen natürlich Viele ein Zuhause, besonders in den urbanen Gebieten rund um San Jose bzw. dem Zentraltal.

Das Zentraltal erlebt noch immer einen wachsenden Zuzug von Arbeitskräften und durch steigende Löhne ist das Einkommensniveau mittlerweile beinahe an das Niveau von Industrienationen gerückt. Leider auch die Mietpreise, die nicht selten einen hohen Anteil des Einkommens verschlucken.

"Die Finanzierung" einer Immobilie (meist nur für Inländer) erfolgt meist über die vergleichsweise hohen Zinssätze der Banken, für die "Abzahlung" bleibt da in der Regel wenig übrig. Deshalb sind auch die allermeisten Immobilien verhältnismäßig teuer.

Wer also an den Kauf oder den Bau einer Immobilie denkt, sollte sie auch mit Bedacht wählen, damit im Ernstfall sie sich auch zur rentablen Vermietung eignet. Abseits jeglicher Versorgungsstraßen oder schlechter Infrastruktur siedeln sich nur wohlstandsmüde Ausländer an.

Bedenken sollte man auch, dass für hochwertigere Immobilien eine Luxussteuer (siehe Punkt: Grundsteuer) anfallen kann.

EINTRITTSKARTE
Ein Immobilienkauf berechtigt bereits die Eintrittskarte für Costa Rica  (=Aufenthaltsgenehmigung) zu stellen

INVESTORENSCHUTZ
Costa Rica bietet Investoren einen Investorenschutz durch "grundbuchähnliche" Registrierung des Eigentumes in einem staatlich geführten Register (Registro Nacional). Dabei haben Ausländer die gleichen Rechte und Pflichten wie Inländer. Auch damit gewinnt das Land unter Anlegern großes Vertrauen.

ABWICKLUNG
Die Eintragung ins "Grundbuch" muss/sollte immer über einen sehr vertrauenswürdigen Anwalt/Notar erfolgen (LINK).

Für einen Erwerber ist wichtig: er tritt bei Kauf in alle Pflichten des Verkäufers ein und haftet z.B. für nicht gezahlte Steuern, Abgaben usw. Aber auch könnten im Hintergrund unklare Eigentumsverhältnisse bestehen. Nur ein (unbestechlicher) Anwalt, am besten auch Ihre Sprache beherrschend, sollte deshalb mit einer solchen Abwicklung beauftragt werden und spart eine Menge Ärger.

Vorsicht walten lassen und sich an die offiziellen Spielregeln halten (kein illiegales Geld einsetzen, kein unklares Vertragswerk akzeptieren, Hände weg von mündlichen Vereinbarungen).

IMMOBILIENANGEBOTE
Immobilienangebote findet man über seriöse Makler oder Immobilienportale bzw. einer Zeitung. Es gilt wie überall auf der Welt: Lage, Lage und noch einmal Lage. Und nochmals: auch wenn eine Immobilie am Strand noch so verlockend ist, liegen solche Objekte (nachdem man sie gekauft hat) oft wie Blei und man muss hoffen, wieder einen Ausländer zu finden, der sie dann genauso (blind) kauft, sollte man in eine Notlage kommen. Sie finden in der Tagespresse oder in diversen Immobilienportalen wie z.B. 4salebyowner , encuentra24 Angebote.

Trotz aller Beteuerungen von Maklern oder wohlmeinenden Landsleuten gilt auch hier die Vernunftsregel: Augen auf!

Empfehlung
Um ein Gefühl für Ausstattung, Lage und Preise zu bekommen, sollte man sich in aller Ruhe Objekte in unterschiedlichen (Preis-)Lagen selbst ansehen. Von Angebotspreisen sollte man sich grundsätzlich nicht beeindrucken lassen: wie alles senkt eine kluge Verhandlung auch den Einstandspreis. Am Besten auch jemand mit an die Seite nehmen, der sich handwerklich auskennt, denn Renovierungen "danach" sind keine Seltenheit.

Eine Immobilie im Zentraltal und da nur in ganz ausgesuchten Orten kaufen. Keine "Billigheimer", nur bestens renovierte Objekte oder zumindest eine gute Lage sollte es schon sein. Für Eigennutzer ein Ferienhaus oder eine Wohnung mit langfristiger Perspektive oder zur Vermietung: wer selbst renovieren kann, spart viel Geld im Einkauf, da Objekte in  sanierungsbedürftigem Zustand wesentlich günstiger angeboten werden.

MIETEN
Eine Strategie sollten noch unerfahrene Einwanderer und Unschlüssige fahren: zuerst Mieten, wenn man seinen zukünftigen Wohnort noch nicht kennt. Ist zwar nicht billig, aber man gewinnt Zeit, lernt Land und Leute kennen und spart Geld. Mieten in Boomlagen wie Santa Ana oder Escazu sind ganz erheblich gestiegen.

BAUEN
Wer den Traum vom eigenen und individuellen Haus verwirklichen will: das kann (auch) böse enden.
Für "Newcomer" ist dies nervenaufreibend, da man keinerlei Erfahrungen mit der hießigen Mentalität hat und wohl oder übel auch Baumängel akzeptieren muß. Als geübter Handwerker hat man es da viel leichter, auch wenn einem die hießigen Materialien nicht gleich vertraut sind.

Die Abfolge ist die, sich zuerst ein Grundstück in der gewünschten Lage zu kaufen, dann die Pläne zu machen und dann diese durch einen Architekt o.ä. dem örtlichen Amt zur Genehmigung einzureichen.
Alleine dieses Prozedere kann schon endlos dauern.

TIPP
Mittlerweile gibt es auch diverse Baufirmen, die eine "Komplettabwicklung" anbieten.

IMMOBILIENMAKLER
Immobilienmakler in Costa Rica und deren Tätigkeit sind nicht zu vergleichen mit ihren Berufskollegen in Deutschland. Dort haften ja bekanntlich Makler für Vieles und per Gericht sind Mängel und deren Verschweigen kein leichtes Vergehen auch für Makler und den Verkäufer. In Costa Rica findet man dazu rechtlich kein oder sehr schwer Gehör bei Problemen, wenn der Kauf getätigt und die Provision einmal geflossen ist. Natürlich gibt es seriöse und unseriöse Makler, aber Sie können als Ausländer nicht beurteilen, wer zu welcher Gattung er gehört.

Selbst wenn ein Makler mit blumigen Worten für die eigenen Leistungen wirbt: Kopf einschalten!
Ach ja: Makler müssen in der costa-ricanischen Kammer eingetragen sein (LINK) und u.a. eine Nummer beim Finanzamt haben. Alle Anderen sind "Freizeitmakler". Hände weg!

TIPP
Es ist dringend ratsam, sich als Käufer auch bei einer Objektbegehung fachlichen Rat zum Objekt einzuholen. Trauen Sie aber nicht alleine den noch so guten Argumenten von Immobilienmaklern. In Costa Rica unterscheidet sich die Qualität eines (selbst neuen) Hauses gründlich von denen in Europa, da Normen wie Schallschutz, Qualität der Gewerke es so nicht gibt. Daher ist der optische Eindruck nicht immer aussagefähig.

GRUNDSTEUERN
In der Vergangenheit war es ein Volkssport, keine oder unwahre Angaben bezüglich Werte seines Immobilie gegenüber der Munipalicidad zu machen. Da diese einerseits für die Verwaltung aller kommunalen Angelegenheiten wie auch der Polizei, der Müllabgabe und v.m. zuständig sind, andererseits eben auch man vieler Orten Misswirtschaft betrieb, eine verständliche Handlung. Mittlerweile sind allerdings auch diese Behörde vernetzt und es gibt die Pflicht für Immobilienbesitzer, sein Eigentum alle 5 Jahre neu und wahrheitsgemäß zu bewerten.
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